La Grande Comedie des Masques

Presse Habbe & Meik 2015

 

Grossburgwedel: 13. 11.2015 von Jürgen Zimmer

 

Akrobatisch-komisch mitten durchs Publikum

 

Das Pantomimen-Duo Habbe & Meik verzaubert im ausverkauften Amtshof

 

Der Saal ist voller erwartungsfroher Besucher, das Licht ausgeschaltet, als es vernehmlich an die Tür klopft! Mehrmals! Ein Gast steht auf, öffnet - und herein stolpern zwei langnasige Typen mit Rucksack, Koffer - und wichtig: mit Landkarte. So einfach ist ja die Bühne nicht zu finden. Der Größere zeigt, wo's langgeht: Da, mitten durch, über, hinter, unter, mithilfe der Zuschauer.

 

Hartmut Ehrenfeld, der Kleinere, und Michael Aufenfehn lassen seit 20 Jahren stumm und mit lang-und knollennasigen Geschichtsmasken ihr Publikum herzhaft lachen. La Grande Comédie des Masques, so nennen die diplomierten Pantomimen selbst ihre Nischenkunst, mit der sie Preise zuhauf eingesammelt haben.

 

Im Grossburgwedeler Amtshof hadern sie mit den einfachen Alltagssituationen, deren Fallstricke scheinbar unüberwindlich sind, die sie dann aber doch ausdrucksstrark mit akrobatischer Körperbeherrschung lösen.

 

Da sind Handwerksmeister und sein Geselle, der den Tücken einer Klappleiter mit gekonntem Slapstick hoffnungslos ausgeliefert ist. Anrührend das Sandkastenpaar: Sie sitzt kokett auf einer überdimensionalen Bank, und er versucht, sie mit seinem Holzroller-Fahrkünsten zu beeindrucken. Er backt ihr einen Sandkuchen. Echt dringend wirkt das pantomimische "Pullern" der beiden in den Sandeimer, das dem Publikum wahre Lachsalven entlockt, genau wie der Kampf mit einer "verschmusten" Zudecke.

 

Ganz stumm ist es dann aber doch nicht. Zwischendurch wird musiziert. Natürlich auf Art von Habbe & Meik - Mandoline und Fahrradklingel oder in luftiger Höhe auf der Leiter.

Schöööön!

 

30. 3. 2015

Kehler Zeitung

 

Ein Programm zum Schlapplachen

 

Plötzlich tauchen sie aus dem Nichts auf. Mit aufgeschlagener Karte bahnen sich zwei polternde Reisende samt Koffer und Rucksack den Weg durch die Zuschauerreihen, klettern über Stühle, schlendern nach vorne und wieder zurück, treiben Schabernack mit dem Publikum. In einem schier artistischen Kraftakt erklimmen sie schließlich die Bühne - der Abend in der Kehler Stadthalle ist eröffnet.

Großartiges Maskentheater gab es mit Habbe & Meik. Mit virsueller Comedy und herzerfrischender Maskenclownerie gelang es ihnen, der Puppenparade in Kehl einen letzten humorvollen Höhepunkt zu geben. Aus den besten Nummern ihrer Programme hatten die "Meister des maskierten Lachens" ein kurzweiliges Potpourri zusammengestellt, das jede Altersgruppe ansprach. Spachbarrieren gab es ohnehin nicht. Ihre einfachen Geschichten basieren auf einer schlichten Dramaturgie gepaart mit beeindruckender Körperbeherrschnung.

Da ist etwa der Hanwerksbursche und sein Meister, die sich mit allerlei Verrenkungen aus der Umklammerung einer Klappleiter zu befreien versuchen. Hinter dem Lachmuskel zerrenden Slapstick steckte nicht zuletzt Akrobatik in Perfektion. Bei aller Aktion auf der Bühne richten sich die Blicke allerdings immer wieder auf die ausdruckstarken Masken von Habbe & Meik.

Die langnasigen oder verschmitzt schauenden Maskenköpfe sind eigenlich starr, doch werden sie so virtuos in Szene gebracht, dass man meint, darin eine lebendige Mimik zu erkennen - ein belustigender und erstaunlicher Effekt zugleich. Doch ganz still ging es auf der Bühne nicht zu: Zwischendurch gab es kleine musikalischen Einlagen und Duelle der grotesken Art wie das mit Fahrradklingel und Mandolin von einen wackeligen Brett aus angestimmte "Freunde schöner Götterfunken". Turbulent ging es ohnehin zu. Mit einfachen Requisiten entfaltent das quirlige Mimen-Duo die unterschiedlichsten Charaktere. Ohne Worte werden dabei menschliche Schwächen und Alltagssituationen in bühnengerechte Sketzche verarbeitet. Rührend und mit zahlerichen witzigen Details gespickt, wird etwas die unschuldige Begegnung eines Buben und Mädchens auf einer überdimensionierten Parkbank inszeniert. Da dürfen Sandkuchen und Holz-Roller nicht fehlen. Herrlich war das pantomimische "Pullern" in den Sandeimer des blutjungen Pärchens, das dem Publikum wahre Lachsalven entlocken konnte.

Auch wenn die Vorstellung als Familienprogramm gedacht war - zwischendurch tendierten die komischen Slapstick-Einlagen des Maskenduos doch etwas in Richtung Erwachsenen Humor wie bei der melancholischen Episode mit dem lebendig gewordenen Federbett. Zum Schluss zeigte sich aber jedermann vom Maskenhumor rundweg begeistert, so dass nach dem Finale der große Beifall vorprogrammiert war. Natürlich konnte man vorher nicht erahnen, dass die tosenden Ovationen von den Akteueren zweckentfremdet und letztlich in ein improvisiertes Klatsch-Orchester verwandelt wurden.

 

 

Staufen, Kulturwoche im Spiegelzelt.

10. Okt. 2014

 

Voller Einsatz ohne Worte

 

Habbe & Meik eröffneten mit "La grande comédie des masques" die Staufener Kulturwoche.

 

Charlie Chaplin, Dick und Doof, Väter der Klamotte ? zu Zeiten hochtouriger Actionkomödien scheint ihr Witz längst kalter Kaffee. Vom Gegenteil überzeugten jetzt Hartmut Ehrenfeld und Michael Aufenfehn vom international ausgezeichneten Duo "Habbe & Meik", die mit ihrem Programm "La grande comédie des masques" die 25. Staufener Kulturwoche im historischen Spiegelzelt eröffneten. Und dabei unter vollem Körpereinsatz eine Clownshow der Extraklasse boten: mit viel Slapstick, Akrobatik und Musik ? aber ohne ein Wort.

 

Dass die beiden Diplompantomimen der Folkwang-Hochschule eine Affinität zum Straßentheater haben, bekommt das Publikum gleich am eigenen Leib zu spüren, als zwei Hanswürste mit Koffern und Landkarte quer über die Sitzreihen pflügen und dabei auch Zuschauerköpfe souverän als Kletterhilfe nutzen. Ihre Masken sind faszinierend: groteske Karikaturen, die, in eine ernste und fröhliche Gesichtshälfte geteilt, zwar schief aussehen, aber je nach Beleuchtung und Situation eine facettenreichen Ausdruckskraft entwickeln. Ein ganzes Typenpanoptikum haben die beiden Künstler im Gepäck, ein bisschen unterbelichtet sind ihre, mit Knopfaugen, Henkelohren und Kartoffelnasen ausstaffierten Figuren aber alle. Denn hier geht?s klassisch um die Poesie des Scheiterns in seiner Alltagsabsurdität ? und damit um menschliche Schwächen, mit Herz und beeindruckender Körperpräzision auf die Bühne gebracht.

 

Da sind die beiden Spielplatzsteppkes: Sie schlenkert auf der überdimensionierten Parkbank schnippisch mit den Beinen, während er erfolglos versucht mit Sandkuchen und Rollerkünsten zu imponieren. Klar, gibt?s bald handfesten Streit, aber auch Versöhnung, Spaß und Spiel. Eine harmlose Szene, so genau beobachtet und pantomimisch umgesetzt, dass gerade aus dem Wiedererkennungswert eine umwerfende Situationskomik entsteht. Skurril wird es bei dem Mann, dessen Bettdecke zum Leben erwacht und ihn mit leidenschaftlichen Annäherungsversuchen umwickelt.

 

Herrlich blöd die beiden Musiker, die sich bei ihren Dominanzquerelen unter einer Klappleiter in immer neuen Variationen verknoten und verheddern, bis sie schließlich in luftiger Höhe doch noch ein Ständchen mit Akkordeon und Waschbrett geben. Latte, Leiter, Meterstab ? es sind schlichte Requisiten, die Hartmut Ehrenfeld und Michael Aufenfehn als Akrobatik-Equipement für ihre halsbrecherischen Fehltritte und hirnrissigen Aktionen nutzen. Der Witz freilich ist so anarchisch wie zeitlos: 90 Minuten beste Familienunterhaltung!

 

 

 

20. Kulturbeutel-Festival Speyer

 

Wortlos ausdrucksstark "Habbe & Meik" begeisterten (von Werner Schilling)

 

Da fehlen einem schlichtweg die Worte: "Einfach genial", kommentierte Obergürgermeister Hanjörg Eger kurz und trefflich das, was er und die rund 200 Besucher im Alten Stadtsaal gerade in den zwei kurzweiligen Stunden mit dem Maskenkomik-Duo "Habbe & Meik" erlebt hatten. Mit einem erlebenswerten Volltreffer startete das 20. Festival "Kulturbeutel".

 

...Grandios, wie die beiden Volkskomödianten ohne Worte, einzig durch zuweilen nur leise angedeutete Gesten und spärliches Bühneninventar die Phantasie der Zuschauer anregen, die die Ausdrucksstarre der vielsagenden Masken auflöst, und in wechselnden Zusammenhängen den Gesichtern Leben und Individualität verleiht, die Gefühlswelt gänzlich ohne Worte offenlegt.

 

...Es sind die menschlichen Unzulänglichkeiten im bisweilen lächerlichen Alltag, welche die beiden Essener Vollblutkomödianten mit klassischer Clownerie, akrobatischen Höchstleistungen und oft überraschenden Einfällen auf die Bühne zaubern. Dazu gehört auch, dass sich Habbe & Meik im Blaulicht für die nächste Szene auf der Bühne umziehen und die Requisiten bereitstellen.

 

Er Beifall für die ganz große Kleinkunst kommt von Herzen...

 

 

Ulmer Zelt 2014

Im Fahrwasser der intelligenten Maskenwitzes

 

Habbe & Meik begeistern im Ulmer Zelt

 

...Habbe & Meik begeisterten mit diesem fabelhaften Abend durch einen Reigen herrlich grotesker Figuren. Diese folgen dem klassischen Komik-Kanon: Einer ist der Trottelige, der andere weiß ein bisschen mehr und gibt damit auch gleich mächtig an. Es geht aber nicht nur ums Groteske und Komische. Was Habbe & Meik so besonders und eben auch so erfolgreich macht, ist die Vielzahl an Stimmungen und Situationen, die sie erzeugen. Zwischen Screwball-Komik, Pantomimen-Charaden und rührender Subtilität zeigen sie Figuren, die gar nicht wei weg vom Alltag angesiedelt sind. Es geht um die menschlichen Schwächen.

 

Tollpatschigkeit, Selbstüberschätzung, Streit. Und dann die erlösende Versöhnung. Ihre Masken, die janusgesichtig eine fröhliche und eine traurige Seite haben, sind faszinierend lebendig...

 

Das war ein erhebender Abend: subtil, treffsichere Komi, die mit viel Herz ohne jede Banalität oder Primitivität blendend unterhielt. Leider wird so etwas immer seltener gezeigt. Warum nur? Im Zelt rissen Habbe und Meik zu Begeisterungsstürmen hin. Und holten für die Zeltmacher ein Extra-Applaus ein, als sie zuletzt, dann ohne Maske ehrlich begeistert erklärten: "Das Ulmer Zelt ist ein Diamant. Das müssen sie zu schätzen wissen, er ist einzigartig!"

 

 

Presse Habbe & Meik 2013

 

Meister unter Masken

 

Auf dass die Vorstellung beginne. Und was für eine....

zeitlose Magie, die faszinierend ist und so noch nicht

im Pantheon zu sehen war. Klassische Clownerie gehört dazu.

Rührende Komik, burleske Momente und etwas Akrobatik dazu machen aus Szenen, die auf den ersten Blick doch eigentlich ganz alltäglich sind, einen ebenso nostalgischen wie zeitgemäßen Theaterabend in rund 90 Minuten. Wer nun glaubt, dass sei ein Widerspruch und womöglich des Lobes zu viel, kann sich bei nächster Gelegenheit gern vom Gegenteil überzeugen. (Pantheon, Bonn)

 

 

Kleinkunst für die große Bühne

 

Comédie des Masques im Konzert Theater Coesfeld

von Andrea Kohn vom 13. März 2013

 

Coesfeld:

 

Zu diesem Abend fehlen einem die Worte.

Wobei, vielleicht gibt es doch ein Wort:

 

....Weltklasse!

 

"La Grande Comedie des Masques", der Titel verspricht nicht zu viel. Der Abend beginnt überraschend. Zwei Reisende betreten den Zuschauerraum, sie suchen den Weg zur Bühne. Der Weg scheint klar und es geht ohne Umwege in die Richtung. Kreuz und quer durch die Zuschauer. Sie klettern über Stühle, Köpfe, Schöße, lassen sich ihr Gepäck vom Publikum ztransportieren und haben sofort direkten Kontakt zu jedem im ausverkauften Saal des Konzerttheaters. Lachende Gesichter, von Anfang bis Ende. Standing Ovations.

 

Kein Wunder, denn Habbe & Meik schaffen es rührende Geschichten zu erzählen, ohne Stimme und Gesicht. Sie tragen Masken und allein der Körper spricht. Es geht um menschliche Unzulänglichkeiten. Streit. Versöhnung und immer wieder Liebe. Es fließen an manchen Stellen nicht nur Tränen vor Lachen, sondern auch einige Tränen der Rührung.

 

Endlich mal wieder subtile Komik mit Herz, ohne banale Albernheit und reißerische Primitivität, die leider immer seltenenr auf den Bühnen gezeigt wird. Die beiden Kleinkinder entführen die Zuschafuer in eine andere Welt, weg vom Alltag rein in die Fantasie. Ein Zollstock wird zur Ange, zm Ruder, zum Messer oder zur Wünschelrute, eine Bettdekce wird zum Leben erweickt und eine Leiter zum Percussions-Instrument. Die beiden Künstler schaffen es sogar aus den Händen der Zuschauer ein Orchester zu machen. Es ist einfach wunderbar.

 

Als die Masken fallen, ist das Publikum nicht mehr zur halten. Nach sechs Vorhängen beginnen die Mimen zu sprechen: Sie sind ein sehr begabtes Publikum.

 

Es ist ein Abend der Keinkunst, der zeigt, dass Kleinkunst auf große Bühnen gehört. Das Konzert Theater hat sehr ausgewählt.

 

 

 

Presse vor 2013

 

Lachtränen bei Habbe & Meik.

 

Kaum zu glauben, wieviel Komik Habbe & Meik erzeugen, indem sie ganz einfach die Klappe halten. Schweigsam, das Gesicht hinter grotesken Masken, provozierten sich soviel Lachtränen im Publikum und sagten soviel über die menschlichen Unzulänglichkeiten aus, daß jedes Wort überflüssig war. Sie waren kaum da, und jeder hielt sich vor Lachen den Bauch und in diesem Stil ging es 90 Minuten ohne Pause weiter. Die Erwachsenen lachten Tränen und Kinder glucksten laut vor Freude. Während der gesamten Vorstellung hielt das Künstlerduo das Publikum bei der Stange und bewies mit dem geernteten Lacherfolg und Beifallssturm seine Meisterschaft der Clownerie - es stimmte einfach alles.

(L. M./ Fränkische Nachrichten)

 

 

Komik ohne Worte.

 

Es ist fast zu schön und verrückt, um es beschreiben zu können, denn Habbe & Meik haben traumhafte Einfälle und gleichzeitig läßt sich jede ihrer Szenen hinterfragen. Das erhebt ihre Kunst weit übers Blödeln, über Klamauk, über leere Pantomime hinaus. Ihre Kleinkunst ist tatsächlich große Kunst. Man vermißt auch keine Worte. Insgesamt ein toller, hintergründiger Spaß, wie man ihn selten bekommt! Habbe & Meik haben das Zeug für große Bühnen in aller Welt.

(Peter Fromann/Pfälzischer Merkur)

 

 

Sorgenfressende Maskenkomödianten dirigierten Beifall wie eine Sinfonie.

 

In den Stuhlreihen sitzt kaum jemand entspannt zurückgelehnt, sondern aufrecht, nach vorn gebeugt mit einem Dauerlächeln, das sich immer wieder zum Lachen entspannt. Eine Lupe scheint es, vergrößert die Spielfläche. So präzise lassen die beiden Männer ihre Figuren leben. Fingerbewegungen reichen, leichte Körperdrehungen, ein Kopfnicken, um herzhaftes Lachen auszulösen. Die starren Masken scheinen zu leben. Das Publikum kriegt sich kaum noch ein.
Habbe & Meik - die Sorgenfresser des Abends.

(Ulrich Jaschek/?Forum? Peine)

 

 

 

 

 

Die Phantasie der Zuschauer als Kapital.

 

Mit souveräner Lässigkeit und trockenem Witz erzählen Habbe und Meik mit Hilfe spärlicher Requisiten Episoden, die vor Überraschungen und Gags am Rande strotzen.
Denn sie können eines: Die Phantasie anregen. Die halbe Miete der Faszination, die sie ausüben, ist das, was die Zuschauer selbst mitbringen: die eigenen Gedanken. Die Phantasie der Zuschauer wird gekonnt gelenkt. Allen fällt das Gleiche ein, und sie lachen gemeinsam.
Fern bleiben Habbe & Meik dabei dem albernen Klamauk, den man im Zeitalter des multimedialen Reizoverkills ständig auf den Provinzbühnen zu sehen bekommt, wenn versucht wird, die bunte Welt noch zu übertrumpfen. Nein, die beiden fahren im sicheren Fahrwasser intelligenten Witzes.
Derb mitunter, zotig wäre es in Worten, aber als Pantomime hält es das Niveau. 

(G. A. Pier/Westfälische Nachrichten)

 

 

 

Alltag in rührender Lächerlichkeit.

 

Erst zwei Minuten sind sie im Raum, und das Publikum ist hingerissen. Die Leute quietschten vor Vergnügen. Eigentlich müßten sie kaum etwas tun. Eine leichte Bewegung genügt, und schon ist man gefangen von den vielschichtigen unglaublichen Masken. Die ewige Sehnsucht nach Nähe und Vertrautheit verheddert sich in den dichten Maschen, aus denen sich unsere Existenz zusammensetzt. Das ist hervorragend liebevoll und gleichzeitig so komisch inszeniert, da stimmt jedes Detail, jede Bewegung, jeder Gag, jede melancholische Ironie. Das Publikum jubelte vor Entzücken, kommt aus dem Staunen und Lachen nicht mehr heraus. Wellen des Mitgefühls schlagen den beiden Helden entgegen. Habbe und Meik: Ihre Einfälle sind überzeugend und umwerfend komisch. Ihr Auftritt ist ein Highlight.

(Café Grenzbereiche/Platenlaase)

 

 

 

An ihren Nasenspitzen sollt ihr sie erkennen.

 

Woher der Erfolg des vielfach ausgezeichneten Künstlerduos? Es ist nicht nur die philosophische Tiefe der aus dem alltäglichen Leben gegriffenen Szenen, an denen sich die Protagonisten so lang reiben, bis sie zum Grund der Absurdität vorgedrungen sind. Es sind auch nicht die atemberaubenden Fehltritte, Mißverständnisse und Ungeschicklichkeiten, die sich beide deshalb erlauben, damit wir lachen können.
Es ist vor allem ihre anrührende Menschlichkeit, die den Zuschauer Habbe & Meik nahebringt.Groteske Typen, gerade noch realistisch genug, daß sie dem Betrachter eine Identifikation ermöglichen, die für uns an der alltäglichen Tücke des Lebens leiden, scheitern und nach dem Sturz wieder aufstehen. Indem wir über Habbe & Meik lachen, lachen wir - ohne es uns eingestehen zu wollen - über uns und unsere Schwächen. Und weil wir alle arme fehlbare Menschenkinder sind, lachen wir besonders kräftig und laut. Auch deshalb, weil die Habbe & Meik-Darsteller ihr Handwerk perfekt beherrschen und virtuos sämtliche Register des Varietés und der Comedie zu ziehen verstehen. Grandios, wie die beiden Volkskomödianten ohne Worte, einzig durch zuweilen nur leise angedeutete Gesten und minimales Bühneninventar die Phantasie der Zuschauer anregen, die die Ausdrucksstarre der Masken auflöst, und in wechselnden Zusammenhängen den Gesichtern Leben und Individualität verleiht. Und bewundernswert, wie aus Nichtigkeiten, etwa dem turbulenten Marsch der Vagabunden vom Eingang durchs Publikum zur Bühne, oder Klatschübungen mit dem Publikum, ein Maximum an Aktion und Konfusion erzeugt wird. Anarchie pur und Spaß zuhauf. Die Botschaft des Publikums an die Veranstalter war deutlich genug. Mehr davon recht bald!
(Flora Westfalica/Rheda-Wiedenbrück)