La Grande Comedie des Masques

 

Lachtränen bei Habbe & Meik.

 

Kaum zu glauben, wieviel Komik Habbe & Meik erzeugen, indem sie ganz einfach die Klappe halten. Schweigsam, das Gesicht hinter grotesken Masken, provozierten sich soviel Lachtränen im Publikum und sagten soviel über die menschlichen Unzulänglichkeiten aus, daß jedes Wort überflüssig war. Sie waren kaum da, und jeder hielt sich vor Lachen den Bauch und in diesem Stil ging es 90 Minuten ohne Pause weiter. Die Erwachsenen lachten Tränen und Kinder glucksten laut vor Freude. Während der gesamten Vorstellung hielt das Künstlerduo das Publikum bei der Stange und bewies mit dem geernteten Lacherfolg und Beifallssturm seine Meisterschaft der Clownerie - es stimmte einfach alles.

(L. M./ Fränkische Nachrichten)

 

 

Komik ohne Worte.

 

Es ist fast zu schön und verrückt, um es beschreiben zu können, denn Habbe & Meik haben traumhafte Einfälle und gleichzeitig läßt sich jede ihrer Szenen hinterfragen. Das erhebt ihre Kunst weit übers Blödeln, über Klamauk, über leere Pantomime hinaus. Ihre Kleinkunst ist tatsächlich große Kunst. Man vermißt auch keine Worte. Insgesamt ein toller, hintergründiger Spaß, wie man ihn selten bekommt! Habbe & Meik haben das Zeug für große Bühnen in aller Welt.

(Peter Fromann/Pfälzischer Merkur)

 

 

Sorgenfressende Maskenkomödianten dirigierten Beifall wie eine Sinfonie.

 

In den Stuhlreihen sitzt kaum jemand entspannt zurückgelehnt, sondern aufrecht, nach vorn gebeugt mit einem Dauerlächeln, das sich immer wieder zum Lachen entspannt. Eine Lupe scheint es, vergrößert die Spielfläche. So präzise lassen die beiden Männer ihre Figuren leben. Fingerbewegungen reichen, leichte Körperdrehungen, ein Kopfnicken, um herzhaftes Lachen auszulösen. Die starren Masken scheinen zu leben. Das Publikum kriegt sich kaum noch ein.
Habbe & Meik - die Sorgenfresser des Abends.

(Ulrich Jaschek/?Forum? Peine)

 

 

 

 

 

Die Phantasie der Zuschauer als Kapital.

 

Mit souveräner Lässigkeit und trockenem Witz erzählen Habbe und Meik mit Hilfe spärlicher Requisiten Episoden, die vor Überraschungen und Gags am Rande strotzen.
Denn sie können eines: Die Phantasie anregen. Die halbe Miete der Faszination, die sie ausüben, ist das, was die Zuschauer selbst mitbringen: die eigenen Gedanken. Die Phantasie der Zuschauer wird gekonnt gelenkt. Allen fällt das Gleiche ein, und sie lachen gemeinsam.
Fern bleiben Habbe & Meik dabei dem albernen Klamauk, den man im Zeitalter des multimedialen Reizoverkills ständig auf den Provinzbühnen zu sehen bekommt, wenn versucht wird, die bunte Welt noch zu übertrumpfen. Nein, die beiden fahren im sicheren Fahrwasser intelligenten Witzes.
Derb mitunter, zotig wäre es in Worten, aber als Pantomime hält es das Niveau. 

(G. A. Pier/Westfälische Nachrichten)

 

 

 

Alltag in rührender Lächerlichkeit.

 

Erst zwei Minuten sind sie im Raum, und das Publikum ist hingerissen. Die Leute quietschten vor Vergnügen. Eigentlich müßten sie kaum etwas tun. Eine leichte Bewegung genügt, und schon ist man gefangen von den vielschichtigen unglaublichen Masken. Die ewige Sehnsucht nach Nähe und Vertrautheit verheddert sich in den dichten Maschen, aus denen sich unsere Existenz zusammensetzt. Das ist hervorragend liebevoll und gleichzeitig so komisch inszeniert, da stimmt jedes Detail, jede Bewegung, jeder Gag, jede melancholische Ironie. Das Publikum jubelte vor Entzücken, kommt aus dem Staunen und Lachen nicht mehr heraus. Wellen des Mitgefühls schlagen den beiden Helden entgegen. Habbe und Meik: Ihre Einfälle sind überzeugend und umwerfend komisch. Ihr Auftritt ist ein Highlight.

(Café Grenzbereiche/Platenlaase)

 

 

 

An ihren Nasenspitzen sollt ihr sie erkennen.

 

Woher der Erfolg des vielfach ausgezeichneten Künstlerduos? Es ist nicht nur die philosophische Tiefe der aus dem alltäglichen Leben gegriffenen Szenen, an denen sich die Protagonisten so lang reiben, bis sie zum Grund der Absurdität vorgedrungen sind. Es sind auch nicht die atemberaubenden Fehltritte, Mißverständnisse und Ungeschicklichkeiten, die sich beide deshalb erlauben, damit wir lachen können.
Es ist vor allem ihre anrührende Menschlichkeit, die den Zuschauer Habbe & Meik nahebringt.Groteske Typen, gerade noch realistisch genug, daß sie dem Betrachter eine Identifikation ermöglichen, die für uns an der alltäglichen Tücke des Lebens leiden, scheitern und nach dem Sturz wieder aufstehen. Indem wir über Habbe & Meik lachen, lachen wir - ohne es uns eingestehen zu wollen - über uns und unsere Schwächen. Und weil wir alle arme fehlbare Menschenkinder sind, lachen wir besonders kräftig und laut. Auch deshalb, weil die Habbe & Meik-Darsteller ihr Handwerk perfekt beherrschen und virtuos sämtliche Register des Varietés und der Comedie zu ziehen verstehen. Grandios, wie die beiden Volkskomödianten ohne Worte, einzig durch zuweilen nur leise angedeutete Gesten und minimales Bühneninventar die Phantasie der Zuschauer anregen, die die Ausdrucksstarre der Masken auflöst, und in wechselnden Zusammenhängen den Gesichtern Leben und Individualität verleiht. Und bewundernswert, wie aus Nichtigkeiten, etwa dem turbulenten Marsch der Vagabunden vom Eingang durchs Publikum zur Bühne, oder Klatschübungen mit dem Publikum, ein Maximum an Aktion und Konfusion erzeugt wird. Anarchie pur und Spaß zuhauf. Die Botschaft des Publikums an die Veranstalter war deutlich genug. Mehr davon recht bald!
(Flora Westfalica/Rheda-Wiedenbrück)